NEO-PI-R – Persönlichkeitstest nach Costa und McCrae

Der NEO-PI-R ist einer der weltweit in Forschung und klinischer Praxis am häufigsten eingesetzte Fragebogen zur Messung der Persönlichkeit (Fünf-Faktoren-Modell / „Big 5“). Er basiert auf den Ergebnissen jahrzehntelanger Forschung mit umfangreichen Bevölkerungsstichproben und klinischen Probandengruppen.

Die revidierte Fassung erfasst mit 240 Items die fünf Hauptbereiche.

N: Neurozitismus

Beschreibt den Unterschied zwischen emotionaler Robustheit und emotionaler Empfindsamkeit bzw. Ansprechbarkeit auf der anderen Seite.

E: Extraversion

Beschreibt die Orientierung nach außen / zu Menschen hin.

O: Offenheit für Erfahrungen

Beschreibt die Offenheit in Bezug auf neue Erfahrungen verschiedener Bereiche.

A: Verträglichkeit (engl. Agreeableness)

Beschreibt ob man eher hilfsbereit und zuvorkommend ist und ggf. die Bedürfnisse der Anderen über die eigenen stellt, oder ob man eher selbstbezogener ist.

C: Gewissenhaftigkeit (engl. Conscientionsness)

Beschreibt den Grad an zielstrebigkeit, Disziplin und ähnlichem oder ob man eher ein „Typ Lebenskünstler“ ist.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer differenzierten Messung der Hauptskalen durch insgesamt 30 Facetten. Der Vorteil des NEO-PI-R liegt in seiner großen Bandbreite. Er ermöglicht somit eine umfassende und zugleich detaillierte Persönlichkeitsbeschreibung, anders wie viele „Typentests“, die die Testpersonen schnell in „Schubladen“ einsortieren.

Eine hohe oder niedrige Ausprägung eines Merkmals beinhaltet keine Wertung.  Sie beschreibt lediglich die individuelle Ausprägung bei der Testperson. Ob dies eine Stärke oder Schwäche ist, hängt vom Kontext der Betrachtung ab.

Der Test kann dazu dienen, die eigene Persönlichkeit besser einzuschätzen und Handlungskompetenzen in verschiedenen Kontexten zu stärken.

Er eignet sich ebenso als „Eignungstest“ für Firmen oder zur Anlayse von Gruppendynamiken.

Ablauf

Der Ratsuchende erhält einen Fragebogen. Dieser wird im Anschluss ausgewertet und das Ergebnis grafisch auf einem Auswertungsbogen dargestellt.

Im Anschluss erfolgt ein persönliches Auswertungsgespräch. Dieses kann allgemein gehalten werden oder auf spezifische Fragestellungen eingehen.