Giersch – das Superfood aus dem Vorgarten

Giersch

Giersch

Wer kennt ihn nicht – Giersch!

Ich bin mir sicher, dass fast jeder im heimischen (Vor-)Garten einen mehr oder weniger erbitterten Kampf gegen dieses unglaublich hartnäckige Kraut führt. Das Internet ist voll von Tipps und Tricks wie man der Plage Einhalt gebieten kann…. meist ohne Erfolg.

Was vielleicht noch nicht alle wissen – Girsch ist ein sehr schmackhaftes Gemüse und steckt voller Vitamine und Mineralstoffe. Ein echtes einheimisches Superfood welches bereits im Mittelalter sowohl zum Verzehr als auch als Heilpflanze angebaut wurde.

Lateinischer Name: Aegopodium podagraria

Inhaltsstoffe:  Er enthält viel Kalium, Vitamin C, Karotin und Eisen, darüber hinaus ätherische Öle, Kalzium, Kupfer, Vitamin A und noch einige Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe mehr.

Es heißt, er habe 13x mehr Mineralstoffe als Grünkohl und sein Vitamin C-Gehalt lässt die Zitrone weit abgeschlagen hinter sich.

Verwendung in der Heilkunde: Die Wirkungsweise von Giersch ist wissenschaftlich nicht anerkannt. In der Volksmedizin wurde er jedoch als ein Mittel gegen Gicht verwendet. Er soll auch krampflösend, entgiftend und blutreinigend bei Erkrankungen wie Rheuma und Arthritis wirken.

Verwendung in der Küche: Giersch eignet sich als Salat und Gemüse. Als Salat schmecken die jungen Triebe am besten. Auch in grünen Smoothies, als Pesto oder Brotaufstrich ist Giersch eine gute Wahl.

Warnung: Bitte nur sammeln und verzehren, wenn Sie sich sicher sind und den Giersch eindeutig erkennen können. Es gibt einige Pflanzen, wie z.B. Schierling, die dem Giersch ähnlich sehen (besonders die Blüten) z.T. aber hochgiftig sind.

Die dem Giersch zugeschriebenen Heilwirkungen ersetzen nicht die fachkundige Behandlung durch einen Arzt. Wenn Sie aufgrund bestimmter organischer Erkrankungen Diät halten müssen, sprechen Sie vor größerem Verzehr mit ihrem behandelnden Arzt.

Autor: Tatjana Nawroth