Die Kanincheninsel – oder unsere Angst vor Veränderungen

Kanincheninsel

Kanincheninsel

Als Kind hatte ich eine Hörkassette mit dem Titel „Die Kanincheninsel“. Grob skizziert handelte die Geschichte von einer Mastfabrik in der die Tiere gefüttert wurden und auf die Weiterverarbeitung in der Lebensmittelindustrie warteten. An dieser Stelle möchte ich nicht darauf eingehen ob der Inhalt unbedingt kindgerecht ist, sondern vielmehr auf die Botschaft der Geschichte zu sprechen kommen.

Die Kaninchen beobachteten, dass von Zeit zu Zeit Tiere aus ihrer Mitte verschwanden und nicht wiederkehrten. Da sie nicht wussten was mit ihnen geschah, entwickelten sie einen Mythos von einer Art Paradies wo diese nun den Rest ihres Lebens verbringen durften.

Eines Tages kam ein kleines braunes Kaninchen in die Fabrik welches in Freiheit geboren war und nicht wie die meisten Tiere bereits in der Fabrik. Dieses Kaninchen wollte sich nicht mit seinem Schicksal abfinden und plante die Flucht. In seinem Käfig lebte auch ein älteres, großes, graues, in der Fabrik geborenes Tier. Das kleine Braune versuchte nun das große Graue davon zu begeistern mit ihm zusammen in die Freiheit zu fliehen.

Das große Graue ist zwar unglücklich und träumt vom fernen Kaninchenparadies, aber dennoch zieht es die vermeintliche Sicherheit des Käfigs mit seinen Bequemlichkeiten (warm, regelmäßiges Futter, keine sichtbaren Feinde) der Ungewissheit der Freiheit in der Wildnis vor.

Wie viele von uns sitzen im Käfig ihrer Lebensumstände? Der falsche Arbeitsplatz, unbefriedigende Situationen im Privatleben, unerfüllte Lebensträume, es gibt vieles was uns die Lebensfreude rauben kann. Wir sind unzufrieden und beklagen uns, wir träumen von dem was wir alles machen könnten, viel lieber täten oder davon dass einfach alles nur besser wäre.

Und dennoch wagen wir den Schritt in die Veränderung nicht weil – so schlecht alles aktuell auch ist, wir dennoch die Sicherheit nicht verlassen wollen zu wissen woran wir sind.

Kurz, die Umstände sind besch… aber sie sind uns vertraut.

Fassen Sie sich ein Herz und überwinden Sie Ihre Angst. Denn der Verbleib im Käfig bedeutet weit hinter Ihren Möglichkeiten zurückzubleiben und sich schließlich am Ende des Lebens zu fragen ob das wirklich alles war.

Zugegeben, es birgt ein gewisses Risiko. Der Schritt in die Veränderung könnte auch schief gehen, aber wer sagt uns denn, dass wir auf vertrauten Pfaden auch nicht geradewegs in die Sackgasse marschieren und eines Tages mit leeren Händen dastehen?

Sicherheit gibt es auf beiden Wegen nicht!

Also fassen Sie sich ein Herz und wagen Sie den Schritt in die Veränderung:

  1. Identität & Persönlichkeit
    Lernen Sie sich selbst kennen, Ihre Werte und Ziele und ihre Persönlichkeitsstruktur.
    So finden Sie heraus was wirklich zu Ihnen passt und was sie dauerhaft zufrieden macht.
    Sie können leichter einschätzen was Sie sich zutrauen können und wie sie es schaffen am Ball zu bleiben.
  2. Vision & Motivation
    Ohne Ziel kein Weg. Zuallererst müssen Sie wissen, wohin Sie wollen sonst irren Sie ziellos im Kreis umher und reiben sich auf ohne wirkliche Veränderungen zu vollbringen. Wenn Sie das Ziel kennen, und wissen wo Sie stehen, können Sie die Route dort hin planen. Fassen Sie das große Ziel ins Auge oder lieber kleine, leicht erreichbare Etappenziele, je nachdem wie sie besser zu motivieren sind und auch in Durststrecken nicht aufgeben. Belohnen Sie sich für Teilerfolge.
  3. Work-Life-Balance
    Fordern Sie sich, aber überfordern Sie sich nicht! Sorgen Sie für die richtige Balance in ihrem Leben und planen Sie immer wieder Ruhepausen ein in denen Sie Zeit haben zur Reflektion ob sie noch auf dem richtigen Weg sind oder eine kleine Kurskorrektur benötigen. Muse klingt nicht umsonst so ähnlich wie Muße.
  4. Kommunikation
    Tue Gutes und rede darüber. Sagen Sie der Welt dass es Sie gibt, was Sie drauf haben und wo Sie hinwollen. Aber tun Sie es so, dass bei Ihrem Gegenüber auch ankommt was Sie wirklich sagen wollen. Von Körpersprache, über verbal- und non-verbale Ausdrucksweise gibt es viele Möglichkeiten. Lernen Sie sie kennen und für Ihre Zielerreichung nutzen.

Und wenn Sie noch ein wenig Unterstützung benötigen, sind wir gerne für Sie da. Ganz so wie Sie es brauchen:
Von intensiver Betreuung bis zu gelegentlichen Impulsen – Sie bestimmen das Tempo, das Budget und das was Sie brauchen um am besten vorwärts zu kommen – denn schließlich sind Sie der Experte für sich selbst!

Herzlichst

Tatjana & Thomas Nawroth
CAMLATA